
Schleidener Wochenspiegel vom 14.09.2011 red/Anke Hüls

Kölnische Rundschau vom 30.06.2011

Stephanie Broch im KWS Köln Süd vom 31.03.2011
Interview auf YUCREIOSS vom 30.08.2010
http://blog.yucreioss.de/2010/08/elke-pistor-krimiautorin/
Schriftstellerin Elke Pistor Schwedisch oder Schreiben? Schreiben!
Von Renate Hotse, 17.07.10, 07:00h in: Kölnische Rundschau Lokalteil Eifel
Der 40. Geburtstag war für die in Gemünd geborene Schriftstellerin Elke Pistor vor drei Jahren der Anlass zu sagen: „Jetzt will ich etwas völlig anderes machen!“. Heute ist sie die einzige „Eifelkrimi-Frau“ im Kölner Emons-Verlag.
Was macht Frau, wenn sie 40 wird? Nicht nur für „Model-Zicke“ Naomi Campbell ist dieser Geburtstag mitten im Leben ein Wendepunkt. Auch für die in Gemünd geborene Schriftstellerin Elke Pistor war es vor drei Jahren der Anlass zu sagen: „Jetzt will ich etwas völlig anderes machen!“
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte die studierte Pädagogin Seminare zu Teamarbeit, Kommunikation und „Lernen lernen“ gegeben, war in der offenen Ganztagsschule tätig gewesen und hatte die letzten sechs Jahre in der Firma ihres Mannes gearbeitet. „Entweder du lernst jetzt richtig Schwedisch oder du schreibst“, habe sie sich damals gesagt.
Über Ersteres hätte sich vermutlich die nordische Verwandtschaft ihres Mannes (ein Halb-Schwede) gefreut. Stattdessen belegte sie in Köln, wo sie seit Jahren lebt, einen VHS-Kurs „Kreatives Schreiben“. Was sich schon bald als richtige Entscheidung herausstellen sollte: Die neue Beschäftigung lag ihr, und was sie schrieb, kam bei den anderen Kursteilnehmern gut an. „Das ging schon bald über ein Hobby hinaus“, erinnert sich Elke Pistor.
Heute ist sie die einzige „Eifelkrimi-Frau“ im Kölner Emons-Verlag. Im September erscheint dort ihr Krimi mit der Kommissarin Ina Weinz, die ihre Leser bereits aus der Anthologie „Mortus in Colonia“ kennen und die es - pünktlich zur Criminale 2010 - von Köln nach Gemünd verschlägt. Denn erstmals ist die Nordeifel Schauplatz des größten Krimi-Festivals im deutschsprachigen Raum. .
Mit „Gemünder Blut“, so der Romantitel, führt Emons seine Tradition in Sachen Krimis mit Lokalkolorit fort. Ebenfalls bei Emons kommt im Frühjahr Pistors nächstes Buch heraus, eine Fantasy-Geschichte an Kölner Schauplätzen.
In seiner Reihe „Köln Krimi“ veröffentlichte der Verlag den ersten Regionalkrimi überhaupt und weitete das Programm auf immer neue Städte und Landschaften aus. Zu den bei Emons veröffentlichten Autoren zählen auch Edgar Noske und Frank Schätzing . In Elke Pistors neuem Buch zieht es die Kölner Ermittlerin wieder in den Schoß der Familie nach Gemünd, wo sie - eher unfreiwillig - einen Mord aufklärt.
Auch auf das Schreiben dieses Krimis hat sich die Autorin systematisch vorbereitet. „Schreiben ist Handwerk“, betont sie. Ein Handwerk, das sie mittlerweile auch selbst weitergibt: Im Januar findet in der Wildenburg ihr Schreibseminar „Mord vor Ort“ statt.
Bevor sie „loslegt“, entwirft sie die komplette Vita des Mörders. Warum wird jemand zum Mörder? Was muss in der Vergangenheit passiert sein? Die Personen müssen in sich stimmig sein, ihr Handeln für den Leser nachvollziehbar. Beim Gemünder Dialekt ließ sie sich von ihrer Mutter beraten, denn nach vielen Jahren in Köln ist sie selbst nicht mehr 100-prozentig sattelfest in der Eifeler Mundart.
Auf die Idee zu „Gemünder Blut“ brachte sie übrigens ihre ostfriesische Schriftsteller-Kollegin und Bekannte Sandra Lüpkes , an deren Workshop sie ebenfalls teilnahm. Derart inspiriert, sprach sie im Oktober 2009 auf der Frankfurter Buchmesse bei vier großen Regionalkrimi-Verlagen vor und stieß auf offene Ohren. Schon im Dezember war ihr Buch fertig - trotz bezahlten Broterwerbs und zwei Kindern.
„Ich habe einfach überhaupt kein Fernsehen mehr geguckt und diszipliniert zu festen Zeiten geschrieben“, erklärt Elke Pistor. Ihre vier „Testleser“ - darunter zwei sehr gute Freundinnen und eine notorische „Krimi-Konsumentin“ - die sich bereits während der Schreibphase kritisch äußern dürfen, gaben ihr „grünes Licht“. Ein Urteil, auf das sie sich verlassen kann, denn die Veröffentlichung gelang ihr mühelos.
Ihre Kommissarin Ina Weinz ist Endvierzigerin, und dieses schon etwas angereifte Alter hat ihr. Erschafferin ganz bewusst gewählt. „Ich wollte keine junge Kommissarin. Ende 40 ist ein spannendes Alter im Leben einer Frau. Da kann sich viel ändern“, sagt sie.
Zu Elke Pistors bevorzugter Lektüre zählen - wie kann es anders sein - Kriminalromane. „Ohne Krimis geht gar nichts“, findet sie. Und wenn der Familienurlaub an der Nordsee stattfindet, deckt sie sich am Urlaubsort gleich stapelweise mit den Regionalkrimis ihrer „Kollegen“ ein. Dass sie Criminale-bedingt demnächst recht häufig in der Eifel anzutreffen ist, freut sie, ihre Teilnahme empfindet sie „als Ehre“.
Dann wird es auch ein Wiedersehen mit der Buchhandlung Wachtel geben, wo sie während ihrer gesamten Oberstufenzeit als Clara-Fey-Gymnasiastin gejobbt und ihre Liebe zu Krimis entdeckt hat.
Ähnlich wie bei Kommissarin Ina Weinz, regt sich auch in Elke Pistor der Wunsch, der Großstadt wieder den Rücken zu kehren und mit der Familie in Gemünd zu leben. Doch in dieser Sache hat auch ihr Ehemann Mitspracherecht. Und so beschränkt sie sich vorerst darauf, Ina Weinz auch im nächsten Buch hier auf Mörderjagd zu schicken. Die Idee dazu hat Elke Pistor schon im Kopf.
Ohne das Polizeilexikon des Verbrechens geht es nicht
aus: Aachener Nachrichten Oneline.de vom 16.07.2010
Niederzier/Merzenich. «Hätte Klose nicht zwei Tore gegen Argentinien geschossen, wäre alles anders gelaufen.» Dieser Satz geht derzeit nicht nur Diego Maradona durch den Kopf, er lässt sich auch als Beginn eines Krimis benutzen.
Diese Erfahrung machte der Deutsch-Leistungskurs 12 der Gesamtschule Niederzier/Merzenich an einem Projekttag mit der Krimiautorin Elke Pistor.
Einen Tag lang lernte der Kurs Tricks und Fertigkeiten für kreatives Schreiben kennen. Mit einer theoretischen, aber keineswegs langweiligen Einführung startete das Projekt: Elke Pistor konfrontierte ihre Zuhörer damit, das Werke wie das Handbuch der Toxikologie oder das Polizeilexikon des Verbrechens zum Rüstzeug eines Autoren gehören.
Danach hatten die Schüler und Schülerinnen den Auftrag, auf Basis einer Begriffssammlung eine Kriminalgeschichte zu entwickeln. Wertvolle Tipps wie der vom klassische Spannungsbogen waren vorher besprochen worden.
Nach einer längeren Schreibphase wurde der Prozess der Textüberarbeitung genauer erläutert: «Show, don«t tell», sei das Credo der Schreibzunft, erklärte sie: «Menschliche Emotionen können zum Beispiel viel besser durch Verben als durch Adjektive beschrieben werden.»
In Kleingruppen hatten die Schüler danach die Möglichkeit, ihre Texte zu verbessern, ausgewählte Kurzkrimis wurden anschließend dem Plenum präsentiert. «Erstaunlich gute Ergebnisse», das bescheinigte Elke Pistor den Kursmitgliedern, die Kloses zwei Tore zum Anlass für große Verwicklungen nahmen. «Einige Schüler haben durchaus Schreibtalent. Schüler wie Patrick Hahn sollten ihr Talent durchaus nutzen.»
Zum Abschluss des Projekts las die Autorin dann den eigenen Krimi «Komm schon Baby» vor. «Der Krimi hat das Projekt sehr schön abgerundet», meinte Jenny Ress zu frieden. Und auch Kurslehrer Guido Müller bilanzierte: «Das Projekt bot eine sinnvolle Abwechslung zum eher analytischen Arbeiten in unserm Leistungskurs.»
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